Medizinische Fakultät

Tutorien

Das Tutoriensystem ist eines der wichtigsten Unterstützungssysteme, das Studierende durch das gesamte Studium begleitet — es beruht auf der Vernetzung der Studierenden untereinander und der Zusammenarbeit mit den Lehrenden und fördert Wissen, die Entwicklung klinischer Fertigkeiten und eine leichtere Eingliederung in das Studienumfeld.
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Tutoriensystem

Die aus dem englischen Bildungswesen stammende Tutorienmethode ist an der Medizinischen Fakultät der Universität Maribor eines der wichtigsten Unterstützungssysteme für Studierende während des gesamten Studiums. Sie beruht auf der Vernetzung der Studierenden untereinander und der Zusammenarbeit mit den Lehrenden, um Wissen, die Entwicklung klinischer Fertigkeiten und eine leichtere Eingliederung in das Studienumfeld zu fördern. Das Tutoriensystem an der MF UM vereint heute mehrere Arbeitsformen: von Einführungs- und Fachtutorien in den unteren Studienjahren bis zu klinischen Tutorien, die Studierenden aller Studienjahre den Erwerb praktischer Kenntnisse und Kompetenzen ermöglichen. Besonderer Wert wird zudem auf die Unterstützung bei der Karriereentwicklung und beim Übergang in den ärztlichen Beruf gelegt.
Studentinnen in bedruckten Tutoren-T-Shirts bei einem gemeinsamen Treffen.

In fast zwei Jahrzehnten haben sich die Tutorien an der MF UM von einer einfachen Form der Studienhilfe zu einem umfassenden, studierendenzentrierten System entwickelt. Heute umfassen sie nicht mehr nur die Prüfungsvorbereitung, sondern auch die Entwicklung klinischen Denkens, kommunikativer Fähigkeiten und eines interdisziplinären Verständnisses der Medizin. Einen wichtigen Teil der Tutorien bilden auch praktische Workshops und Projekte (z. B. Klinikfest, studentische Projekte in Zusammenarbeit mit dem Verein der Medizinstudierenden Maribor, Mitwirkung bei Veranstaltungen der MF UM, Erasmus-Projekte und Skillslab-Treffen), bei denen die Studierenden unter Anleitung von Tutorinnen und Tutoren sowie Ärztinnen und Ärzten ihr Wissen festigen und erstmals realen klinischen Situationen begegnen. Damit gehen die Tutorien über den Rahmen des klassischen Unterrichts hinaus und sind (bzw. werden) ein Ort des aktiven Lernens, der Zusammenarbeit und des Erfahrungsaustauschs.

Neben der akademischen Unterstützung schaffen die Tutorien auch Raum für die Vernetzung von Studierenden verschiedener Jahrgänge. Durch die Weitergabe von Wissen, Erfahrungen und Ratschlägen tragen sie zu einer besseren Eingliederung der Studierenden in das Studienumfeld bei und stärken das Gemeinschaftsgefühl an der Fakultät. Die Tutorien sind somit keine bloße Ergänzung zum Studium, sondern ein wichtiger Teil des Bildungsprozesses, der modernen Leitlinien der medizinischen Ausbildung folgt und dazu beiträgt, kompetente, selbstständige und empathische künftige Ärztinnen und Ärzte auszubilden.
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„Einen Teil meines Studiums habe ich während eines Erasmus-Aufenthalts in Split absolviert, danach folgte ein Erasmus-Praktikum in Wien. Beide Erfahrungen ermöglichten es mir, die Städte ausgiebig zu erkunden, neue Menschen kennenzulernen und Freundschaften fürs Leben zu schließen. Auf den klinischen Stationen habe ich Verfahren kennengelernt, die bei uns seltener angewendet werden. Ein längeres Praktikum in der Augenheilkunde bestärkte mich endgültig in meinem Wunsch, mich später auf dieses Fach zu spezialisieren.

Ich konnte auch Erfahrungen in der Forschung sammeln, was meinen fachlichen Blick zusätzlich erweitert hat. Durch die Austauschaufenthalte habe ich mich persönlich und beruflich stark weiterentwickelt: Ich bin selbstständiger und weltoffener geworden, habe meine Fremdsprachenkenntnisse verbessert und fühle mich in meinem beruflichen Weg noch mehr bestärkt.

Diese Erfahrung sollte jede Medizinstudentin und jeder Medizinstudent machen.“

Leeloo
MF UM • Split, Kroatien und Wien, Österreich

„Mein Austausch an der Medizinischen Universität Innsbruck war wirklich unvergesslich. Innsbruck, die Hauptstadt Tirols, ist eine wunderschöne, lebendige Studierendenstadt inmitten der Berge. Gleich zu Beginn wurden wir mit einem Empfang begrüßt, bei dem ich schnell Kontakt zu den anderen Erasmus-Studierenden knüpfte. Ich habe dort mein 4. Studienjahr absolviert, den hilfreichen Ultraschallkurs Sono4u besucht und zusätzliche Praktika in Gynäkologie, plastischer Chirurgie und HNO gemacht. Dabei konnte ich viel praktische Erfahrung sammeln. Die Lehrenden waren freundlich und zugänglich, und die Fakultät bot auch einen ganzjährigen Deutschkurs an; vor dem Austausch empfehle ich Deutschkenntnisse mindestens auf Niveau B1. Die Stadt ist ideal zum Skifahren, Radfahren, Laufen und Klettern und auch für eine der größten Kletterwände Europas bekannt. Ich werde sicher gerne nach Innsbruck zurückkehren, denn die Stadt ist zu meinem zweiten Zuhause geworden.

Das Erasmus Student Network organisierte für uns Ausflüge nach Salzburg, Wien, Verona und Neuschwanstein sowie zahlreiche Sportveranstaltungen.“

Zala
MF UM • Innsbruck, Österreich

„Als ich im 5. Studienjahr meinen Erasmus-Aufenthalt begann, hätte ich mir nicht vorstellen können, wie sehr mich ein halbes Jahr in Graz verändern würde. Ich wollte sehen, wie Medizin anderswo praktiziert wird, mein Deutsch verbessern und dem Alltag ein wenig entkommen. Bekommen habe ich viel mehr: neue Freundschaften, unglaublich viel Wissen und unvergessliche Momente.

Die ersten Tage waren schwieriger: Ich fühlte mich wie eine Erstsemesterstudentin im weißen Kittel. Die Klinik war riesig, alle sprachen schnell, und ich versuchte, jedes Wort zu verstehen. Doch die Studierenden und die betreuenden Lehrenden waren ausgesprochen freundlich. So konnte ich bald an Visiten und Eingriffen teilnehmen und viel Praktisches lernen. Medizinisches Deutsch wirkte anfangs einschüchternd, aber die Praxis war die beste Lehrerin. Schon nach wenigen Wochen konnte ich mich sicher verständigen.

Das Schönste waren die Begegnungen mit Studierenden aus aller Welt. Wir haben gemeinsam gekocht, gelernt und Graz erkundet. Der Austausch hat mir Dinge vermittelt, die ich zu Hause nie erlebt hätte. Ich bin selbstständiger, selbstbewusster und offener geworden.

Wenn du über Erasmus nachdenkst, dann mach es einfach. Es wird nicht immer leicht sein, aber es wird sich auf jeden Fall lohnen. “

Rebeka
MF UM • Graz, Österreich